Geschichte der Gemeinde

Hier ein Überblick über die ältere Vergangenheit unserer Gemeinde, ein Kurzauszug aus dem Buch von Alfred Jung:

„Die Christianisierung Halvers und die Baugeschichte seiner ältesten Kirchen“, Halver 1975

  • Beginn der Christianisierung Halvers in der ersten Hälfte  des 7. Jh. (= Entstehung der Edelkirchener Kappelle)
  • Wahrscheinlich gab es schon um 800 eine Kapelle bzw. Kirche als Holz- oder gar als Steinbau (heutiger Standort dieser Nicolai-Kirche) als Tochterpfarre von Lüdenscheid.
  • 1127 wurde Halver dann selbständige Pfarrkirche St. Nikolaus auf dem Sternberg im Dorfe und führte bis in die zweite Hälfte des 17. Jh. ein Siegel, das den Bischof St. Nikolaus mit Mitra, Stab und Buch stehend zeigte.
  • Nach der Reformation wurde Halver 1583 lutherisch und Ende des 17. Jh. teils auch reformiert.
  • Am 17. August 1847 verbanden sich die vormals selbständigen lutherischen und reformierten Gemeinden per Vertrag zu der evangelischen Kirchengemeinde.
  • Bis 1776 durchlief der Kirchenbau – bedingt durch Kriegseinwirkungen und Feuersbrünste u. a. – die verschiedenen Stilrichtungen wie Vorromanik, Romanik, Gotik und Barock.
  • Die Nicolai-Kirche in der heutigen Form entstand in zwei Etappen: 1776 (Turm) und 1784 der dreischiffige Kirchraum mit den beiden Emporen.
  • Der Turm beherbergt insgesamt sieben Glocken, von den zwei noch aus den Jahren 1334 und 1520 stammen, und bereits schon vor 1776 hier auf dem Sternberg ihren Dienst versahen. 
  • Drei Glocken wurden nach wechselvoller Geschichte 1951 neu gegossen und im gleichen Jahr durch die „St. Nikolaus“ ergänzt. Als siebte wurde 1960 dann noch die Sterbe- und 1-Stund-Schlag-Glocke gegossen.
  • Die Ibach-Orgel wurde im Jahre 1856 in Betrieb genommen.

(erstellt von Uwe Klemm)

Schild zur Bau-Geschichte an der Nicolai-Kirche